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Freitag, 7. März 2008

Madsen - Frieden im Krieg

Madsen - Krieg im FriedenWie schön, wenn es Alben gibt, die es einfach können. In die Arme nehmen, aber nicht kuschelig, sondern zum zusammen rumspringen, nicht groß schwelgerisch sondern eher den kleinen Moment betrachtend, der dem Hörer ein Lächeln abringt, aber nicht erkämpft, sondern einfach so ... "kurz Luft zu holen, und dem Alltag zu entfliehen".
Dabei ist es das doch, worum es wiedereinmal kreist, die alltäglichen Sorgen und Sehnsüchte. Die Triumphe und das Durchhalten, wenn sie wieder einmal auf sich warten lassen. Wo Madsen draufsteht ist nochimmer Madsen drin. Von den Liedern, die auch locker beim Debut hätten drauf sein können ("Nitro" und "Nachtbaden"), über diese kleinen zwischenmenschlich-beobachtenden Livehymnen ("Liebeslied" und "Du bist wie du bist") bis hin zu bisher ungehörten Stilen wie im schmissig geswingtem "Vollidiot" inklusive melancholischem Bläsersatz. 12 Lieder zum am Stück durchhören und dauerschleifen lassen.
Madsen erfinden sich mit diesem Album nicht neu, aber das möchte man bei solchen Songs auch überhaupt nicht.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Abenteuer Homerecording

Homerecording

So sieht das dann skizzenhaft aus, wenn bei mir eine Aufnahme läuft. Sieht aus wie Kabelsalat? Ist es auch! Aber funktioniert.
Wie sich das alles dann im Endprodukt anhört gibt es nun endlich auch für jeden zu hören unter

myspace.com/dreidreivierfuenf

Über Anfragen und Worte zum gehörten wird sich stets gefreut.

Dienstag, 15. Januar 2008

The River, Editors und High Fidelity

Vor einer Woche änderte sich mein musikalisches Erleben um einen sehr erheblichen Aspekt. Ich bin Besitzer eines HiFi-Systems von AKAI. Das gute Stück ist mindestens so alt wie ich und gefällt ausgesprochen gut. In Optik und Akustik.

AKAI

Gleich bei mir die Straße runter befindet sich ein Plattenladen. Täglich ging ich an ihm vorbei, ein "Championship Vinyl" in Potsdam sozusagen, bloß ohne Dick und Barry.
Aber nun besitze ich die Legitimation mich dort auch wirklich umzusehen und Platten kaufen zu können. Was sollte ich den vorher in einem Plattenladen, wenn es sich nicht lohnt LPs zu kaufen.

Wenn ich früher die Vorstellung davon hatte, Platten zu hören, dann waren das stets so alte Rocksachen von The Band, Bruce Springsteen oder auch Neil Young. Also kaufte ich mir "The River". Kennt ihr die Szene in "High Fidelity", wo Rob von der Arbeit kommt, den Plattenspieler anmacht und es ertönt "The River" ? Genau dieses nachhause kommen wollte ich auch.

Am Entschluss, welche die erste aktuelle Platte sein solle, kommt der zweite Vorteil von LPs zum tragen. Die Coverartworks sehen soviel schöner aus. Auch wenn's das gleiche Motiv ist. Und mal Hand auf's Herz. Dieses Cover hier sieht im Großen doch soviel toller aus, als auf'ner CD.

An End has a Start

Abgesehen davon ist es auch gar großartige Musik. Besonders hervorzuheben hierbei sind die Single "Smokers ouside the Hospital Doors", "the Weight of the World", "the Racing Rats" und "Escape the Nest".
Auch wenn man hierbei stets den Einfluss von Jacknife Lee heraushört und es ähnlich der letzten Bloc Party LP ebenfalls arg nach U2 klingen mag. irgendjemand muss ja weiterhin große Melodiebögen erschaffen.

Was als nächstes folgt wird die Zeit, das Konto und vorallem das musikalische Herz entscheiden. Und wenn jemand einen Tip hat, was man unbedingt auf LP besitzen sollte, dann immer her damit.

Mittwoch, 14. November 2007

Was so alles anliegt

Es plätschert alles so vor sich hin. Urlaub ist vorbei, noch mehr Monat als Geld übrig und solangsam geht die innere Uhr stark Richtung Jahresendstimmung.
Vor ein paar Tagen ertappte ich mich dabei, wie ich bereits über mögliche Top5-Konzert-Rankings denken würde ... ich bin zu keinem Ergebnis gekommen. Noch nicht.
Ansonsten bin ich gerade für die linke Spur zu langsam, für die rechte Spur zu schnell. Nach dem gedanklichen Speedway fahren vor einigen Wochen muss ja mal wieder körperschonender gefahren werden.

An Musik kann ich neben den bereits angesprochenen Feeder zur Zeit auch partout nicht die Hände vom aktuellen the National Album "Boxer" lassen. Und weil es so toll ist wurde gleich noch ein Ticket für den 6.12. im Postbahnhof gebunkert und ich muss zugeben, mich schon ein bissl drauf zu freuen. Endlich wieder LiveMusik für die Ohren und Freunde für die Augen.
Das mit der LiveMusik in Wien bei Jupiter Jones hatte sich ja leider doch nicht ergeben, was jedoch die hiermit auf's freundlichste gegrüsste Ursi dazu nutze mich zu überraschen. Hach, manchmal könnt ich euch alle drücken. Einfach nur weil es euch gibt und ihr an mich denkt *s*.

Achso, ich hoffe in den nächsten Tagen dann auch einmal über Free Rainer berichten zu können. Mal sehen.

Macht euch ein paar schöne Tage

Sonntag, 11. November 2007

der stumme Mantel

Schick siehts aus. Wenn's jetzt noch liegen bleiben würde.

erster Schnee 2007

EDIT (14:46): Nix mehr mit Weiss jetzt ... alles Matsch. Aber klare Luft, kaum jemand auf den Strassen unterwegs und man könnte denken, die ganze Stadt sei in den Süden geflogen. Dazu "A Weekend in the City" und "Keine Lieder über Liebe" im Ohr. So kann man mit dem Wetter auch gut leben ;-)

Montag, 8. Oktober 2007

Lebensdefinitionsmöglichkeit

Have you ever heard a joke so many times you've forgotten why it's funny?
And then you hear it again and suddenly it's new.
You remember why you loved it in the first place.

- Big Fish -


Oh wie richtig das ist. Und zu entdecken wie gut musik doch immer wieder tun kann. Wie sie erklärt, aufhilft, vergangenes lebendig macht und aufzeigt, dass man all das schonmal geschafft hat.
Oder als mögliche Lebenssituationsdefinition:

Leben ist die stete Abfolge ständig gleichender Situationen, die man so gut wie möglich immer wieder neu durch- und bestehen muss.

Freitag, 5. Oktober 2007

Dialog des Tages

Drei Jungs im Alter von ungefähr 13 Jahren unterhalten sich im Bus wie folgt.

A: Transvestiten, das sind Männer, die sich Frauensachen anziehen. Und dann steigen die in Autos ein und bekommen dafür Geld.
B: Echt?
A: Ja, die verdienen da richtig gut.
B (zu C): Würdest du das machen, wenn du Millionär werden willst?
C (empört): Nee, ich bin doch nicht blöd!

Donnerstag, 4. Oktober 2007

180° gedreht

Schiffe fahren vorbei und wenn man hinüber winkt, so macht man dies doch eigentlich um ein Winken zurück zu bekommen. Irgendwann hat dann wohl jemand angefangen das zu machen, weil er die Leute verarschen wollte und der eigentliche Sinn wurde komplett um 180 gedreht.
Wenn man jemandem eine Freude macht, indem man ihm etwas schenkt, aufmerksam ist oder einfach nur mal hilft, tut man dies ja auch nicht um sich einzuschleimen, sondern weil man freundlich ist. Das hat nichts mit Arschkriecherei zu tun, so wie dies dann gerne mal ausgelegt wird.
Nieder mit den ganzen zynischen Pessimisten, die alles mies machen wollen und winken wir ihnen nett entgegen. Schon allein aus Protest!!!

Sonntag, 30. September 2007

Gewinnen und Verlieren (können?!)

Ich glaube man wird nur dann Anhänger eines hinterhältig und unfairem Erfolges, wenn es einem zu anstrengend ist sich selber Gedanken über die Welt zu machen.
Hat man einmal einen Blick hinter die glitzternde Fassade geworfen und noch immer nicht erkannt, dass es ein Unterschied ist, ob man gewinnt, weil man mit Herz und Seele Einsatz zeigt und vielleicht auch mal verlieren kann, oder ob man sich den Erfolg durch provozierendes und unfaires Verhalten zurechtscheisst und dann im Fall einer Niederlage immer die anderen beschuldigt, weil man sich selber ja in der Arroganz für unfehlbar hält, dann muss man entweder blind, verblendet oder dumm sein.
Aber es ist ja soviel einfacher sich im Erfolg anderer zu sonnen. Dabei belügt man sich dabei doch nur selber. Schlimmer als das ist nur noch, das es diejenigen überhaupt nicht stört, weil sie zu blöd sind es überhaupt zu erkennen.

Samstag, 15. September 2007

Bruce Springsteen vs. Matchbox Twenty

Gestern Abend beim durchschalten der allseits beliebten Verblödungsmaschine Fernsehen (Basketball war ja schon nach zwei Vierteln erledigt) wurde mein Daumen unverhofft zum anhalten angeregt. Das Gesicht kennt man doch? Ist er das etwa wirklich? Und mit einer Band. Das ist doch nicht ... doch es war Rob Thomas mitsamt alter/neuer Band a.k.a Matchbox Twenty. Vor Jahren aufgelöst und nachdem Mr. Thomas das Unternehmen Solokünstler ja eher in den Sand gesetzt hatte nun also wieder mit Unterstützung.
Und was soll ich sagen. Was für ein dahingeblubbertes, langweiliges Stück Musik.
Der hier Schreibende muss eingestehen, dass er die erste Platte dieser Combo im Alter von 13 Jahren hörte und für gut befand. Tja, elf Jahre später ist der Fokus musikalisch ja schon lange in Europa angelangt und als ich da also gestern saß ... es war grauenhaft. Kein Esprit (ok, den hatten sie ja eigentlich noch nie, aber jetzt merkt man es halt erst so richtig), nichts neues und vorallem ein unsäglich schlechtes, pseudohistorisches Video mitsamt: "Schaut was wir geschafft haben, ist doch alles nicht schlecht gewesen und Al Gore rettet zum Schluss die Welt"-Mentalität. Ach ja, und ist es nicht komisch (um nicht zu sagen parteiisch), dass zum Schluss nur Demokraten eingeblendet werden? Aber entscheidet selber. Matchbox Twenty mit "How far we've come"





Im Gegensatz dazu steht die aktuelle Single vom BOSS Bruce Springsteen. "Radio Nowhere" heißt das gute Stück und ist von Rhythmus und Instrumentierung auf den ersten Blick vielleicht auch nicht allzu weit vom Ami-MainstreamRock entfernt, wenn, ja wenn da nicht diese kleinen Unterschiede wären.
Jenseits von Hurra-Patriotismus singt er davon, wie es sich anfühlt, wenn man sich nur noch wie eine Nummer im System fühlt, ohne Bezugspunkt, ohne eigene Identität, alles gleichgeschaltet ist:

"I was sitting round a dirt trial
just another number in a file
been in some kinda dark cove
just searching for a world with such soul"

Das Ansprechen und Einfordern von Selbstbestimmung, nach dem Ausbrechen aus eingefahrenen Wegen nimmt dann seinen Höhepunkt, wenn er singt:

"I wanna thousand Guitars
I wanna pounding drums
I want a million different voices speaking in tongues"

Natürlich folgt die Musik den bekannten Schemata, jedoch ist halt nicht immer die Verpackung ausschlaggebend für die Bewertung des Inhalts. Man kann nur hoffen, dass sich der geneigte Hörer auch einwenig damit auseinandersetzt.
Hier nun also das komplette Video zu "Radio Nowhere" von Bruce Springsteen.





Mich würde eure Einschätzung dazu sehr interessieren, denn vielleicht sehe ich all das ja auch nur durch die Springsteen-Brille, die mir schon immer ganz gut stand, wie ich finde.
Also, schreibt ruhig mal ein Kommentar oder nehmt an der Umfrage teil (wenn ich sie denn online bekomme).

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