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Movies

Donnerstag, 3. April 2008

Abgedreht - Der Film

AbgedrehtIn einschlägigen Feuilletons kam man um diesen Film in den letzten Tagen ja wirklich nicht drumrum, zurecht. Was Michel Gondry (Vergiss mein nicht, Science of Sleep) mit diesem Film zu leisten im Stande ist, kann man nur schwer in Worte fassen.
Der Inhalt ist dabei eigentlich eher Nebensache, dass durch eine paranoide Unachtsamkeit plötzlich eine jede Videokassette in Mr. Fletchers (Danny Glover) Videothek ohne jedes Bild- und Tonsignal dasteht, das Geschäft aber dennoch weiterlaufen muss und sich daraufhin die beiden Freunde Jerry (Jack Black wie immer ganz in seinem Metier) und Mike (Mos Def) auf machen und die Filme in 20min Fassungen einfach nachdrehen, das ist zwar skuril anzusehen, aber nicht die Seele dieses Films. Es ist nur das große Kreativitätsaustoben, das schnelle, mit Esprit abgedrehte auf Bestellung. Aber Kunst wird erst dann wahrhaftig und einzigartig, wenn sie nicht aus einem Zweck, sondern einem Gefühl heraus entstehen kann.
Wenn man dann zum Schluss in die Gesichter der Zuschauer blickt, während sie das betrachten, was sie erschufen, dann ist dort sovielmehr zu finden. Wie sie sich entdecken, sich freuen, wenn sie nur stumm auf die Leinwand schauen, in ihren Gesichtern der flackernde Lichtschein, wenn sie spüren, dass sie für ein paar Minuten Teil eines wahrhaftig aufrichtigen Stückes Film geworden sind, dann sieht man dort ... Ehrfurcht.
In diesem Moment ist der Film und der Film im Film voller Magie aus längst vergangenen Zeiten. Und man versteht und erkennt, wie erfüllend sich alle das anzufühlen vermag.
"Abgedreht" ist eine wundervoll naive, schreiende, dann wieder stille, immer liebevolle und stets aufrichtige Verbeugung vor der Kraft des bewegten Bildes. Dieser Film ist ein Muss, für jeden der Filme liebt und lebt.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Once - der Film

Once

Das Musik manchmal mehr ist als nur Melodie und Worte, muss dem geneigten Leser wahrscheinlich nicht weiter erläutert werden.
Das ein Film mit Musik manchmal mehr ist als nur Bilder musikalisch zu unterlegen hingegen ist nicht Standard.

"Once" ist eine auf Zelluloid gebannte Liebeserklärung über die Kraft der Musik, erst in zweiter Linie ist es ein Film über die zwischenmenschliche Liebe, eher über zwei Menschen die sich erst begegnen müssen um Inspiration und somit wieder zu sich und ihrem Leben finden.

"Once" ist eine dieser seltenen Glücksmomente, die uns an dem Gefühl teilhaben lassen, was Musik bedeuten kann. Für den, der sie schreibt, spielt und lebt. Glen Hansard spielt diesen Mann, der in nochimmer anhaltender Erinnerung an seine vergangene Beziehung Lieder schreibt, die so wahrhaftig scheinen, weil er sie nicht nur spielt, sondern ausfüllt. Wenn er Abends in einer leeren Fussgängerzone steht und seine eigenen Songs singt ("tagsüber wollen die Leute ja nur bekannte Songs hören, sonst verdient man ja nichts"), dann spürt man als Zuschauer, dass da soviel Seele dahinter steckt, dass man vor Ehrfurcht und Wahrhaftigkeit nicht umhinkommt, augenblicklich zu kapitulieren und diese 85 Minuten Film ins Herz zu schliessen.
Dabei vermeidet Regisseur John Carney jegliche Ablenkung. Er vertraut vollkommen zu Recht dieser Geschichte über zwei Menschen, denen Musik imstande ist ein Obdach zu sein. Zwei Menschen, die dasselbe lieben und uns an ihrer Passion teilhaben lassen ... an ihrer Leidenschaft zur Musik.

Montag, 11. Februar 2008

The Insider

1999 war ein gutes Filmjahr. Es war so gut, dass leider viele Filme nicht die Würdigung erhielten, die sie verdient hätten. In diesem Jahr erschienen "American Beauty", "Matrix", "Gottes Werk und Teufels Beitrag", "Sleepy Hollow", "Magnolia".
Das ist natürlich keine beliebige Liste, es entspricht in ungefähr den Filmen mit den meisten Oscarnominierungen, aber auch denen, die wohl im kollektiven Gedächtnis verankert wurden. Jeder auf seine Weise, sei es das Thema oder die Umsetzung.
The Insider
Ein Film der in dieser Auflistung fehlt, obwohl er 7 Oscarnominierungen erhielt, obwohl er ein packendes (und vorallem auch reales) Thema aufgreift, obwohl er eine Stilistik an den Tag legt, die ihresgleichen sucht und obwohl er mit hochkarätigen Schauspielern besetzt ist, ist "The Insider".

Es ist ein typischer Micheal Mann Film und doch wieder überhaupt nicht. Wer von diesem Regisseur einen weitere Actionfilm a la "Heat" oder "Collateral" erwartet, wird wohl schnell enttäuscht sein, wenn ihm das Psychogramm des kaputtgespielten Jeffrey Wigand (Russell Crowe) präsentiert wird, der bei einer Tabakfirma entlassen wird um daraufhin mehr als nur seinen Job zu verlieren.
Und es geht um Lowell Bergmann (Al Pacino) und sein Fernsehteam vom CBS-Magazin "60 Minutes". Wie hier zwei Welten aufeinander prallen, der um Ordnung bemühte Wigand, dem nach und nach die Kontrolle aus den Händen gleitet, obwohl er doch nur versucht für sich selbst einen Weg zu finden, für den er einstehen kann. Und die Welt der Information, die sich verbiegt und zwangsläufig an ihren eigenen Regeln brechen muss.
Was Pacino und vorallem Crowe in diesem Film abliefern ist mehr als nur Schauspiel, es ist die hohe Kunst dessen, einen Blick in die Seele eines Menschen werfen zu können, der um alles kämpft, was ihm wichtig ist und der doch zusehen muss, wie er nichts gegen sein Schicksal unternehmen kann.
Vielleicht ging das Filmjahr 1999 ja deshalb an diesen 152 Minuten so radikal vorbei, weil es eindeutig kein Mainstream ist. Die Spannung ist hier keine physikalische. Es wird niemand erschossen, es gibt keine hektischen Schnitte, keine Explosionen. Es wird geredet. Auf aller höchstem Niveau! Kein Wort ist zuviel, kein Satz ohne Bedacht gewählt. Alles blosslegend, seziert das Drehbuch die Belastbarkeit der menschlichen Seele.
Es geht in "The Insider" um große Themen. Es geht um Ehre, Anstand, um die Stärke für seine Prinzipien einzutreten, auch wenn man dadurch sehenden Auges alles zu verlieren droht, für was man doch eigentlich kämpfen wollte.
Wer nun nochimmer unschlüssig ist, ob es sich lohnen würde 2einhalb Stunden vor'm Fernseher zu sitzen, der schaue sich bitte noch nachfolgenden Trailer an.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Heath Ledger ist tot

manchmal denkt man, man hätte sich verlesen. Man sucht fieberhaft nach anderen Quellen, einigen Printmedien glaubt man ja eher weniger, als anderen. Aber immer wieder die gleiche Info ... gestern Abend (Ortszeit) verstarb Heath Ledger im Alter von 28 Jahren in New York.

Es kommt mir eigenartig, ja gar unwirklich vor. Es kam mir schon komisch genug vor, wenn ich mir vorstellte, wie es wäre, wenn unsere Generation älter wird und man mit 60 Jahren in den Feuillitions dann lesen wird, dass wieder ein Musiker/Schauspieler/Kreativer verstorben ist, der uns in unserer eigenen Jugend geprägt hat. Nun habe ich bis dahin noch mehr mehr als drei Jahrzehnte Zeit und dann denkt man halt eines Mittwochs Morgen, man hätte sich verlesen. Für eine kurze Zeit das komplette Nichtwahrhabenwollen des doch jederzeit möglichen.

Was bleiben wird ... über jede Kritik erhaben und auf ewig in die Filmgeschichte eingraviert, ist und bleibt wohl "Brokeback Mountain". Da kann er auch noch "Ritter aus Leidenschaft", "Der Patriot" oder auch "Brothers Grimm" gedreht haben. Diese eine Rolle wird bleiben, nicht weil er einen "schwulen Cowboy" spielt, sondern wie. Mit aller Zerrissenheit einer unglücklichen Seele, die sich zu spät eingesteht, nicht alles gelebt zu haben und sich lieber hinter einer Fassade zu verstecken, die eh schon bröckelt.

Dieses Jahr haben wir noch zweimal die Möglichkeit ihn auf der großen Leinwand zu bewundern. In "I'm not there" und "the dark knight", als Gegenspieler von Batman. Das wird ganz ganz komisch werden.

Freitag, 16. November 2007

Free Rainer - Dein Fernseher lügt (dieser Film nicht!)

Free Rainer
Foto: Kahuuna Films

Es hilft vor dem Genuss dieses Films sich den Vorgängerfilm von Hans Weingartner anzusehen. "Die fetten jahre sind vorbei" und "Free Rainer" stehen in einer Reihe, ergänzen sich in Thematik und dem Umgang darin. Es geht um das langsame Einschleichen, an die Gewöhnung von Zuständen, die man einstmals ablehnte.
In einschlägigen Feuillitons war zu lesen, dass Filme des österreichischen Regisseurs nicht einer gewissen Naivität entbehren, wobei dies meist im eher negativen, weil weltfremden Zusammenhang gebracht wurde. Aber Naivität ist im Umgang mit dem Thema des Films sowie der aktuellen Deutschquotendebatte im Fernsehen nicht nur angebracht ... sondern notwendig.
Sich dem filmischen Inhalt zu nähern geht mittlerweile eigentlich schon gar nicht mehr ohne jenes naive "ausblenden" von Faktoren, der heutigen TV-Shows. Das das reale Fernsehprogramm leider gar nicht mehr soweit vom Filmpendant entfernt ist, stellt man als Zuscheuer mit einem dicken Kloss im Hals fest.
Auch wirkt der Film niemals aufgesetzt. Er lässt bei aller Systemkritik seinen Figuren Raum. Er zwingt sie zu nichts und das verleiht ihm eine Ehrlichkeit, die den gesamten Film auszeichnet.
Wenn plötzlich die Deutschen wieder erkennen, dass sie noch selber denken können, sie sich in Parks treffen, sich aus Lyrikbänden vorlesen und ihren Fernseher endgültig auf die Strasse stellen, dann fühlt man sich auch als Zuschauer geradezu befreit. Zu sehen, wie es wäre wenn ... . Das zu zeigen ist nicht naiv, es ist hochidealistisch. Da macht noch jemand Filme der den Mut hat Sätze zu sagen, die wahr sind und eigentlich genau deshalb ungesagt bleiben, aus Angst vor Klischees. Nicht so hier. Und das ist gut so, weil sonst weiterhin alle drumherum reden würden.
Es ist schon ironisch zu nennen, das Weingartner nur deshalb einen Film über Quotendruck und -manipulation machen konnte, weil kaum ein Sender ihn finanzieren wollte. Hätten die Verantwortlichen genau hingesehen, hätten sie die Qualität erkannt, was für die Thesen des Films sprechen könnte. Das gestern jedoch (am ersten Tag) nur 12 Personen im Kino bei der 20uhr-Vorstellung war, sagt jedoch auch bereits einiges über das Sehverhalten der Deutschen aus, womit der Film sich selber bestätigt hätte. Intelligente Filme brauchen halt auch ein intelligentes Publikum!

Freitag, 31. August 2007

28 Wochen später

28-weeks-later

Ein netter Werbegag wurde da mit der Kinokarte überreicht und wie unschwer zu erkennen, wurde ich infiziert und musste Gegenmassnahmen ergreifen.
So einiges wurde im Vorfeld zu diesem Film geschrieben, von Plotparallelen zwischen der Besetzung des Iraks im realen Leben und der Londoner Sperrzone im Film durch die Amerikaner, doch ist dies nur ein kleiner Aspekt dessen, weshalb die Fortsetzung der Genrefrischzellenkur durch "28 Tage später" nicht minder gelungen daherkommt.
Es gibt wieder alles was das Filmgenreherz begehrt. Reichlich Tempo, reichlich Schockeffekte und auch reichlich Mengen Blut. Jedoch im Unterschied zu den aktuellen Ausuferungen des Horror-Splatter-Genre, in dem immer neue Dimensionen von Gewaltdarstellungen kreiert werden, geht es den Machern von "28 Wochen später" nicht um eine Anhäufung von Ekelmomenten zum reinen Selbst- und Unterhaltungszweck. Vielmehr ist es hier Ausdruck einer entrückten Welt, in der Ordnung und das Funktionieren von Sicherheitsstandards lediglich eine Illusion ist und Schutz nicht davon abhängt wie viele Scharfschützen man auf Dächer stellt.
Es sind die kleinen Momente, die das Selbstverständnis des Films deutlich werden lassen und ihn aus dem Einheitszombiefilmbrei hervorheben. Wenn davon gesprochen wird, dass man sich mit drei weiteren Menschen versteckt hatte (und halt nicht mit drei Personen), dann zeugt dies auch von der Erkenntnis, dass man sich des Unterschiedes zwischen beiden Begriffen erst im Angesicht einer apokalyptischen, an den Grundfesten des gewohnten Lebens rührenden Katastrophe bewusst wird. Erst dann scheint das menschliche Leben wieder wirklich etwas zu bedeuten obwohl es doch eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Wie die Ausmaße der Apokalypse blossgestellt werden, wie schnell Militärs die Kontrolle verlieren können im Angesicht eines Wirklichkeit gewordenen, ungefilterten Gewaltexzesses als einzige Überlebensstrategie der Zombies, so zeugt all dies von einer grausamen aber leider auch ehrlichen Konsequenz des Filmteams, die ihren Höhepunkt in Sachen Fortführung und Weiterentwicklung zum Schluss des Films erreicht und der einen wie im Schockzustand im Angesicht der ultimativen Apokalypse zurücklässt und man auch im Kinosessel nichts anderes machen kann als zu kapitulieren und alle Waffen zu strecken.
Denn auch das ist ein Genrefakt: Hoffnung ist immer und vorallem anderen eine Illusion.

Donnerstag, 26. Juli 2007

the Simpsons - der Film

Reingehen, mit allem rechnen, dennoch überrascht werden, einen Gag nach dem anderen um die Ohren und Augen geballert bekommen, eine wunderbare Geschichte verfolgen, die wirklich über die Länge eines Spielfilmes hält und registrieren, dass auch 2D-Animationsfilme nochimmer funktionieren, wenn denn die Story gut erzählt ist.
Simpsons for Oscar!!!

Unbedingt ansehen!!!

EDIT: und unbedingt den Abspann ansehen!

Freitag, 1. Juni 2007

Zodiac

Zodiac

Gleich vorne weg. "Zodiac" ist kein neues "Sieben". Jener Film, mit dem David Fincher vor mittlerweile 12 Jahren das GroßstadtCopGenre revolutionierte soll hier nicht übertroffen werden. Er versucht es auch erst gar nicht. Viel mehr liegt ihm daran die Psychologie von Menschen aufzuzeigen, für die die Suche nach einem Mörder über Jahrzehnte eine Obsession wird.
Da wäre ein gar herrlich schrullig, nonchalanter Robert Downey Jr. als Reporter, der bereits lange genug im Geschäft ist um zu wissen, dass morgen niemand mehr nach den Storys von gestern schreit. Ein Jake Gyllenhall als Karikaturist, der uns zwar weiterhin jenes grübblerische Gesicht zeigt, das wir schon seit "Donnie Darko" kennen, was hier aber zur Rolle passt. Und dann ist da noch Mark Ruffalo. Und ich würde mich gerne zu der Aussage hinreißen lassen, dass er die stärkste Figur des Films ist. Wie er zwischen Dienstbefehlen sowie der eigenen Suche nach der Wahrheit hin und hergerissen ist, ist so präzise und auf den Punkt genau, das es eine Freude ist.
Jene wahre Geschichte des Zodiac-Killers, der 1968 das erste mal im Gebiet von San Francisco Bay auftritt und danach noch weitere, scheinbar wahllos ausgesuchte Opfer über einen Zeitraum von mehreren Monaten erschiesst, diese Geschichte wird bei Fincher zu einem Zeitporträt, als der Summer of Love seinen Höhepunkt erreicht hatte bis hin in die 80er Jahre. Mit einer visuellen Brillianz und einer Verneigung vor den großen Gangsterfilmen eines Scorsese.
158min scheinen ersteinmal eine ziemlich lange Zeit, doch wenn man sich auf den ruhigen, geradezu unaufgeregten Rhythmus des Films einlässt wird man mit einem der besten und gleichzeitig untypischsten Polizeifilme der letzten Jahre belohnt. Unbedingt sehenswert!

Mittwoch, 18. April 2007

Sunshine

sun
image courtesy of SOHO (ESA and NASA)

Urgewalten. Schicksale. Menschen. Fehler. Leiden.

Es sind jene Dinge die angesprochen werden. Es sind große Bilder die uns gezeigt werden und gleichzeitig aufzeigen, dass der Mensch doch immer nur Mensch bleibt, ein verschwindend geringes Etwas im Angesicht dessen was jenseits unserer Vorstellung liegt. Danny Boyle und Alex Garland haben wieder einen Film zusammen gedreht. Sie haben ein Meisterwerk geschaffen!
Ein Film der bezaubert und betört, der verstört und in seiner Konsequenz so unangenehm in der Magengegend liegen kann, dass es einem die Luft zu rauben im Stande ist.
Wir sehen Bilder voller ungebändigter Schönheit, voller Poesie und gleichzeitig voller immenser Wucht. Wir sehen wirklich Menschen beim sterben zu, nicht Figuren, wirklichen Schicksalen. Wir sehen wie sie Fehler begehen, so wie dies seit Menschen Gedenken der Fall war und ist. Doch passiert hier ein Fehler, wird es jene unumkehrbare Konsequenz geben, die wir alle fürchten, dann wird bald keine Menschheit mehr existieren die Fehler begehen kann.
Der Film nimmt sich Zeit. Wir lernen erst kennen und dann verlieren. Es läuft alles auf diesen einen Punkt hinaus. Die Rettung oder das Versagen. Die Haken die dabei geschlagen werden kann man (so wie ich) für Adrenalinkino halten oder aber auch für Klischees. Die Hoffnung die jedoch bleibt, sie schwindet mit jedem Crewmitglied.
Man könnte an Weltraumlogikfehlern mäkeln, wenn man denn einmal abgelenkt sein würde, doch wenn das der Fall ist, wird einem all das, was ich hier schreibe eh wie Chinesisch vorkommen. Man muss mitgenommen werden. Alles über Bord werfen. Jedes Klischee, dass man mit Schience-Fiction-Filmen verbindet. Wenn man Endzeitszenarien nicht leiden kann, dann meidet diesen Streifen puren Kinos.
Doch wenn ihr mich verstehen könnt. wenn ihr mitleiden wollt, euch ergebt vor einer brachialen Bilderflut die aber nie zum Selbstläufer mutiert, wenn ihr bis zum Kern unseres Sonnensystems vordringen wollt, mit jedem damit verbundenen Leid, dann ... ja dann schaut ihn euch an.
Das hier ist großes Kino!

Donnerstag, 5. April 2007

300

300-Szene

Gleich vorne weg einige Stellungnahmen.
Ja, dieser Film ist gewaltig bzw. gewalttätig, dass liegt hier eng beisammen. Er ist blutig bis zum Exzess und gnadenlos in seiner Direktheit. Was er hat, knallt er einem hin. Im guten, wie im schlechten.
Nein, dieser Film hat kein gutes Drehbuch, keine guten Dialoge und er nutzt Off-Kommentare die einem erzählen, was man gleichzeitig sieht. Diese Methode hielt Billy Wilder für eine Verschwendung von Worten. Zurecht, wie man anhand des Films sieht, welcher dieses Mittel leider viel zu oft verwendet. Was hat dieser Film also gutes?
In einem Wort: Bilder!
In seinen guten Momenten zeigt er Sequenzen voller Wucht und Kraft. Die sehen gut aus und offenbaren nicht einer gewissen Brillianz. Das war es aber leider auch schon.
Das Richtige für Kinogänger, die gerne griechische Geschichten hören wollen ohne nachdenken zu wollen, wuchtig verpackt aber mit wenig brauchbarem Inhalt. Schön anzusehen, schlecht anzuhören (ok, die deutsche Synchronstimme von Gerade Butler ist sehr gelungen). Es wird aber auch viel geredet und wenig gesagt.
Visuell kein neuer Meilenstein aber ok für gesellige Kumpelabende, wenn man(n) mal einen drauf machen will und danach die nächste Kneipe entert.

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